Netflix experimentiert mit „branching narratives“:

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The streaming service is considering letting viewers control key plot points with branching narratives …

“Once you have got interactivity you can try anything,” Netflix CEO Reed Hastings toldThe Daily Mail. Sources told the paper the technology could lead to “highly fragmented” narratives, and actors would film multiple plot segments to let viewers decide what happens next.

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Narrative Strukturen in der Darstellung von Benjamin Hoguet, Mitbegründer von racontr  (auf der Storydesign-Seite des timewave-Festivals von 2014)

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Undercover Heldin: Musidora

[Movie poster for Louis Feuillade’s 1915 film “les Vampires”]

https://de.wikipedia.org/wiki/Die_Vampire

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Carl-Ludwig Rettinger, Produzent

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Carl-Ludwig Rettinger und Friederike Anders, ca. 1988

In den 80er Jahren, als er sich für interaktives Fernsehen interessierte und an der dffb unterrichtete, war Carl-Ludwig Rettinger Redakteur des Kleinen Fernsehspiel des ZDF. Dort setzte er sich für neue Formen und neue Inhalte ein, und führte als Bewerbungsformat für Autoren und Autorinnen – statt langwieriger Texte – auch das Video-Exposé ein. So brachte er die „Berlin School of Video“ von der dffb ins Fernsehen, und verhalf anschliessend sogar amerikanischen Experimantalfilmkünstlern wie Bill Viola zu einem deutschen Sendeplatz. Durch die Empfehlung von Gusztáv Hámos und Friederike Anders lernte Carl-Ludwig auch David Blair kennen, und koproduzierte 1990 dessen legendären Film „Wax oder die Erfindung des Fernsehens durch die Bienen“. Dieses hyperkomplexe Werk wurde anschließend als erster Film der Welt(!) schon ab 1993 für das – damals noch extrem langsame – Internet adaptiert (hier eine ratlose deutsche Kritik aus der ZEIT, von 1995)

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Dramatische Verwandlungen (seit 1987): Victoria Principal

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Sie ist nicht mehr wiederzuerkennen

Genausowenig wie ich!

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Rekonstruktion des VIDEOLABYRINTH: Original-Videobänder neu digitalisiert! – Beispiel 2

#Videolabyrinth Reko dank @transmediale

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The Same is never the Same

„As far as your mind is concerned, nothing happens the same twice, even if in every technical sense, the thing is identical.“ – Brian Eno

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ne pas avoir les yeux en face des trous – ?

das mit der Gesichtslosigkeit scheint also nicht nur female trouble zu sein, wie das Bild zeigt. (Aus welchem Film stammt das?) Davon abgesehen, scheint die Übersetzung der französischen Redensart über die Löcher anstelle von Augen aber eher in Richtung von „Den Wald vor lauter Bäumen nicht sehen“ zu gehen.

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this just in: … „other parts will follow“ (!) | EMAF on VLAB / –> 29.4.2017, 16 Uhr, Haus der Jugend, Osnabrück

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DER KAMERAMANN 2-87 | Artikel von Martin Potthoff über „Videolabyrinth: DFFB-Forschungsprojekt zu interaktiven Medien“

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Videolabyrinth: DFFB-Forschungsprojekt zu interaktiven Medien

An der Deutschen Film- und Fernsehakademie, einer vom Bund und vom Land Berlin getragenen Ausbildungsstätte für Regisseure und Kameraleute, findet im Studienjahr 1986/87 unter der Leitung von Martin Potthoff (DFFB) und Carl-Ludwig Rettinger (ZDF) ein Projekt zur Dramaturgie Interaktiver Medien statt.

Diese Medien, die dem Benutzer den gezielten computergesteuerten Eingriff in den Ablauf einer AV-Darbietung gestatten, finden zur Zeit fast ausschließlich in der Weiterbildung und Verkaufsförderung Anwendung. Ziel des Projekts an der DFFB ist es, die neue Präsentationsform auf ihre Einsetzbarkeit im filmischen Bereich (Erzählung, Spielfilm…) zu überprüfen, die dramaturgischen Möglichkeiten auszuloten und die zur Verfügung stehenden Arbeitsmittel weiterzuentwickeln.

Die Vorproduktion und der Schnitt der Beiträge erfolgen auf 3/4″ High Band in den Video-Studios der DFFB. Das zur Programmierung der interaktiven Ebene eingesetzte System basiert auf einem IBM-Computer (AT) und nutzt das Mavis-Autorensystem (Video-Interface und Software) der Firma Intravideo.

Geplant ist die Produktion einer Bildplatte‚ die die Möglichkeiten des Mediums unter verschiedenen formal/inhaltlich bestimmten Gesichtspunkten dokumentiert.

In der Zusammenarbeit mit den Firmen, die das Projekt unterstützen, soll erreicht werden, daß die künstlerisch-filmemacherischen Anforderungen an das neue Medium In die Weiterentwicklung der Produktions- und Präsentationssysteme einfließen.

Entwicklungsziele

im Bereich Hardware:

1. Handhabbarer Zugriff durch neue Eingabetechniken (Mouse, Touch-Screen/Anwahl von Bilddetails). 2. Steuerung mehrerer Zuspielmaschinen.

Im Bereich Software:

1. Unterstützung durch KI-Programme („künstlerische“ Intelligenz). 2.) Einbindung von Schnittlisten-Management in das Autorensystem.

Ausgangslage

Interaktive Systeme gestatten dem Zuschauer den Eingriff und die Steuerung einer audiovisuellen Darbietung: Er kann zum Mitspieler in einer Geschichte werden, indem er den Handlungsablauf mitbestimmt, er kann sich in Labyrinthen bewegen, in elektronischen Katalogen blättern oder Lernprogramme durcharbeiten.

Ein interaktives System besteht grundsätzlich aus einem Steuersystem (Computer), der den Zugriff auf ein elektronisches Speichermedium organisiert.

Als audiovisuelles Speichermedium kommen Videoband und Bildplatte In Frage. Letztere gestattet extrem kurze Zugriffszeiten (unter 2 sec) und damit sehr flexible Programmgestaltung.

Das Steuersystem, in der Regel ein Personal Computer, hat die Aufgabe, entsprechend der Eingabe des Benutzers den Zugriff auf den Speicher zu realisieren, d.h. die Bild- und Tonsequenzen in der gewünschten Reihenfolge abzurufen.

Der Computer ist über ein Interface (Adapter) in der Lage, das oder die Wiedergabegerät(e) in allen Funktionen zu steuern (Umspulen, Wiedergabe, Pause).

In der Regel ist ein interaktives System so gestaltet, daß der Computer über denselben oder einen zweiten Bildschirm Text und Graphik ausgeben kann, eventuell sogar in Überlagerung mit dem Bild von Band/Platte. Der Benutzer gibt seine Antworten/Befehle über die Tastatur des Computers In das System ein, in manchen Fällen arbeitet man mit anderen Eingabemedien (reduziertes Tastenfeld, berührungsempfindlicher Bildschirm -Touch Screen – oder Maus).

Bisher wurden nur geschlossene Systeme beschrieben — ein offenes System gestattet es dem Nutzer, selber Text/Bild/Ton einzugeben und in die logische Struktur einzubinden. Offene Systeme sind zurzeit nur auf der Textebene technisch realisiert — denkbar, wünschbar für Bild und Ton.

Der wesentliche Punkt eines interaktiven Projekts ist das Steuerungsprogramm, welches die logischen Verknüpfungen zwischen den einzelnen Bild-/Tonsequenzen (Szenen, Bilder, Schriften) und den Benutzereingaben beschreibt und danach den Ablauf der Wiedergabe steuert.

Zur Erstellung dieses Steuerungsprogramms dienen sogenannte Autorensysteme. Dies sind Computerprogramme, mit denen sich Bild-/Tonsequenzen und ihre logischen Verknüpfungen untereinander festlegen lassen.

Ein Autorensystem ermöglicht auch die Erstellung von Textseiten und Graphiken und das Testen von Programmteilen.

Kontakt: Deutsche Film- und Fernsehakademie Berlin, Stichwort „Videolabyrinth“, Pommernallee 1, 1000 Berlin 19

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Neue Kategorie beim Webvideopreis 2017: Interactive!

komischerweise alles gruselige Themen

Im letzten Jahr experimentierten gleich drei der erfolgreichsten deutschen Youtuber mit youtube interactive, weswegen der webvideopreis dem Phänomen nun erstmals eine eigene Kategorie widmet. MILLIONEN von neugierigen Usern klickten und kommentierten in kürzester Zeit die Multiple-Choice-Videos ihrer Stars: Julien Bam´s „Ich wurde gehackt“: 4.420.976 Aufrufe, Ape Crime´s „Dead Halloween“: 2.689.926 Aufrufe , iBlali´s „Mein eigenes Spiel“: 1.264.675 Aufrufe…

Mrs Joy Such präsentiert ebenfalls mit youtube interactive, hat aber erst 1561 Aufrufe, kann also noch entdeckt werden! Das erste Kapitel ihres Spiel-Films von 1988, MUTABOR III, wurde für youtube adaptiert und wird in den nächsten Tagen sogar noch einmal mit besserer Videoqualität upgedated! Weitere Kapitel sollen folgen.

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