this just in: … „other parts will follow“ (!) | EMAF on VLAB / –> 29.4.2017, 16 Uhr, Haus der Jugend, Osnabrück

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Historic Perspective: VLAB Präsentation auf der Konferenz des EMAF Nr. 30, am 29.4. 2017 in Osnabrück

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VLAB on stage at EMAF17

Besonders ergiebig ist die Ankündigung des EMAF Programmflyers nicht – aber sie haben eine hübsche Art, die 8 in 1988 auf den Kopf zu stellen. Der EMAF-Newsletter, in dem die Konferenz angekündigt wird, verrät auch nicht mehr: „Zum 30. Festival stellt das EMAF außerdem zwei ausgewählte, historische Projekte aus dem Programm des Festivals von 1988 vor, die wegweisend für die weitere Entwicklung der Medien waren. Eines davon ist „Van Gogh TV/ Ponton“.“

Und das Andere? – – – Ist #Videolabyrinth!

http://www.emaf.de/de/KonferenzTimetable.html

Zum Beispiel Oberschenkelhals-und Beinbruch (OSHUBB): Die große Auswahl

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OSHUBB-Grafiken © Friederike Anders 1988

OSHUBB © Mari Cantu, 1988 :

Die absurde Multiple-Choice-Komödie von Mari Cantu wurde als drittes der drei Spiele des VIDEOLABYRINTH fertig; rechtzeitig zur Präsentation auf dem 1. Europäischen Medienkunstfestival in Osnabrück  EMAF | 1988.

Was die Gestaltung der Zuschauerinteraktion anbetraf, konnte OSHUBB Verbesserungsideen aus der Vorführpraxis von TERRA Z und MUTABOR III aufnehmen.

Technischer Aufbau Videolabyrinth

In allen drei Videospielen des VIDEOLABYRINTH wurde am Schluss jeder Videoszene eine Entscheidungstafel eingeblendet. Sie blieb auf dem Bildschirm stehen, während – nach Auswahl per Mausklick – die nächste Videoszene auf dem Video-8-Recorder angesteuert wurde. Das konnte dauern – bei manchen Szenenwechseln musste erst die halbe Video-8-Kassette mit dem gesamten Szenekatalog durchgespult werden, bis die gesuchte Zählwerkmarke für die Anschlussszene erreicht war. Erst dann schaltete der Bildschirm zurück auf Videowiedergabe.

Ursprünglich waren unsere Szenenkataloge für die Pressung einer interaktiven Laserbildplatte konzipiert. Doch dazu kam es nicht mehr. Deshalb wurden die Entscheidungstafeln wichtiger: Sie übernahmen auch die Rolle von Pausenbildern, die den Spieler beim Warten auf die nächste Szene etwas bei Laune halten mussten.

Bei OSHUBB von Mari Cantu, dem dritten der drei Spiele, wurde ausserdem ein „Spielleiter“ eingeführt, den man in verschiedenen Spielsituationen über einen Klick auf das „Prost“ Zeichen selbst aufrufen konnte.

Statt ordentliche Spielanleitungen zu geben, entpuppte er sich aber als eine Art Joker, der die gewohnte Abfolge des Sonntagnachmittages bei Oma durcheinander bringen wollte.

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Abbildung noch in Minidv-Qualität *: Ihr ganz persönlicher Spielleiter: Uli Malik in OSHUBB © Mari Cantu 1988  (* Neu-Abtastung direkt vom U-matic-Band seit M

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Damit der Spielleiter möglichst schnell zur Hilfe kommen konnte, wurden seine Auftritte  mehrfach aufs Band gespielt, um die Ansteuerzeit so zu verkürzen.

Intro OSHUBB (1 Minute, nur Video)

Technischer Aufbau Videolabyrinth

Techno-Optimismus pur : Der Katalogtext zum Symposium „Interaktive Medien“ auf dem ersten Europäischen Media Art Festival in Osnabrück, 1988

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Interaktive Medien

DIE INTERAKTIVEN MEDIEN UND DIE BEFREIUNG DER PHANTASIE

Von Ilka Lauchstädt und Martin Potthoff

Die neuen Techniken der Computervernetzung und der computergesteuerten Audiovision erlauben neue künstlerische Gestaltungsformen und Ausdrucksweisen.

Vor allem jedoch gestatten sie es, den Zuschauer aus der tradierten Rolle des passiven Konsumenten zu befreien, ihn in den Prozess der Entstehung eines künstlerischen Ereignisses mit einzubeziehen. Damit kann die klassische Struktur „Künstler – Kunstwerk – Zuschauer“ aufgelöst werden, zugunsten einer gleichberechtigteren und zeitgemäßeren Form des Austauschs von Ideen und Informationen.

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„Befreiung der Phantasie“ ? – Einflüsse und Inspirationen des VIDEOLABYRINTH

Wonder Woman
Die Sekretärin Diana Prince befreit ihre Phantasie:  „Wonder Woman“ von Dara Birnbaum, 1978

 

Katalog des European Media Art Festival (EMAF) - Osnabrück, 1. - 11.9.`88
Katalog des European Media Art Festival (EMAF) – Osnabrück, 1. – 11.9.`88

„Die interaktiven Medien und die Befreiung der Phantasie“ : Der Einleitungstext von Ilka Lauchstädt und Martin Potthoff zum Symposium INTERAKTIVE MEDIEN auf dem ersten European Media Art Festival EMAF 1988 rief mit ungetrübtem Optimismus Themen auf, die damals in aller Munde waren. Auch Gábor Bódy hatte sie 1985 an der dffb * vertreten, und uns damit zu Beginn unseres Studiums stark inspiriert.

Ilka und Martin sahen sich auf der Spur vermeintlich  „natürlicher“ Befreiungspotentiale interaktiver Medien: Die Vorstellung, daß die neuen Technologien erstens unaufhaltsam und zweitens Träger unvermutet positiver Eigenschaften seien, half ihnen dabei, eine „natürliche“ Deutungshoheit für sich abzuleiten und beliebige emanzipatorische Lieblingsideen als unabwendbar zu postulieren. Dabei brauchte man sich nur den hoch im Kurs stehenden „Techno-Philosophen“ anzuschließen, die  sich von den entstehenden „telematischen Netzen“ nur das Beste erwarteten.

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