this just in: … „other parts will follow“ (!) | EMAF on VLAB / –> 29.4.2017, 16 Uhr, Haus der Jugend, Osnabrück

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Rekonstruktion des VIDEOLABYRINTH: Original-Videobänder neu digitalisiert!

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vorher nachher: links bisherige Qualität, rechts frische Digitalisierung direkt vom Master

Zum 30. Jubiläum der transmediale gelang ein wichtiger Schritt zur Wiedererweckung des VIDEOLABYRINTH: Die Szenenkataloge aller drei Spiele konnten beim ZKM Labor für antiquierte Videosysteme neu eindigitalisiert werden.

Erstmals seit 30 Jahren können wir nun auf die Original-Bildqualität* zugreifen! Als wir Videolabyrinth Ende der 80er Jahre auf Ausstellungen und Festivals präsentierten, war unser vom Computer ansteuerbares Vorführgerät ein Video8-Recorder; und so sahen unsere Zuschauer und wir das Videolabyrinth immer nur als Video8-Kopie.

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Spielleiter Uli Malik aus „Oberschenkelhalsundbeinbruch“ von Mari Cantu ©1988 – links alte Qualität, rechts neu (1988 war Umatic-Highband noch Sendestandard!

Ab jetzt können auch die Einzelclips der Youtube-Simulation in neuer Qualität ersetzt werden – das tut unseren Helden gut und bringt sie uns deutlich näher. (Beispiel 2: Schönheitschirurg Dr. Victor Principal aus MUTABOR III)

Für eine vollständige, spielbare Rekonstruktion aller drei Spiele fehlt dann *nur* noch die Neu-Programmierung der interaktiven Verknüpfungen – nach der Vorlage unserer detaillierten Flussdiagramme.

–> Plan zur Rekonstruktion des Videolabyrinth

Mein Weg in die Cloud:

„Nehmen Sie sich 60 Sekunden Zeit, um Ihren Weg von der Konsolidierung über die Virtualisierung in die Cloud zu planen. Starten Sie mit dem #DC Hub von Cisco und Intel.“

(Dies schlägt mir CISCO auf meiner LinkedIn Seite vor, ohne daß ich mich daran erinnern kann, sie darum gebeten zu haben. Wieso publizieren sie eigentlich ungefragt auf meinem Dashboard ? — —> Weil mein Dashboard gar nicht meins ist sondern ihres ? Und dann auch noch mit einem Aufruf, Ihnen in ihre „World of Yes“ zu folgen ??? <<<<—– …)

* * * *

Mrs Joy Such ist darüber allerdings ganz unbesorgt. Sie interessiert nur, daß Cisco hier möglicherweise einen neuen Einstieg in den Zeittunnel offeriert – uns den hat sie gesucht, seitdem der alte Zugang in der Shoppingmall von Moldavia City in den 90er Jahren komplett demontiert und zugemauert wurde.
DISCORPORATE ! THERE IS NO TIME !

Techno-Optimismus pur : Der Katalogtext zum Symposium „Interaktive Medien“ auf dem ersten Europäischen Media Art Festival in Osnabrück, 1988

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Interaktive Medien

DIE INTERAKTIVEN MEDIEN UND DIE BEFREIUNG DER PHANTASIE

Von Ilka Lauchstädt und Martin Potthoff

Die neuen Techniken der Computervernetzung und der computergesteuerten Audiovision erlauben neue künstlerische Gestaltungsformen und Ausdrucksweisen.

Vor allem jedoch gestatten sie es, den Zuschauer aus der tradierten Rolle des passiven Konsumenten zu befreien, ihn in den Prozess der Entstehung eines künstlerischen Ereignisses mit einzubeziehen. Damit kann die klassische Struktur „Künstler – Kunstwerk – Zuschauer“ aufgelöst werden, zugunsten einer gleichberechtigteren und zeitgemäßeren Form des Austauschs von Ideen und Informationen.

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„Befreiung der Phantasie“ ? – Einflüsse und Inspirationen des VIDEOLABYRINTH

Wonder Woman
Die Sekretärin Diana Prince befreit ihre Phantasie:  „Wonder Woman“ von Dara Birnbaum, 1978

 

Katalog des European Media Art Festival (EMAF) - Osnabrück, 1. - 11.9.`88
Katalog des European Media Art Festival (EMAF) – Osnabrück, 1. – 11.9.`88

„Die interaktiven Medien und die Befreiung der Phantasie“ : Der Einleitungstext von Ilka Lauchstädt und Martin Potthoff zum Symposium INTERAKTIVE MEDIEN auf dem ersten European Media Art Festival EMAF 1988 rief mit ungetrübtem Optimismus Themen auf, die damals in aller Munde waren. Auch Gábor Bódy hatte sie 1985 an der dffb * vertreten, und uns damit zu Beginn unseres Studiums stark inspiriert.

Ilka und Martin sahen sich auf der Spur vermeintlich  „natürlicher“ Befreiungspotentiale interaktiver Medien: Die Vorstellung, daß die neuen Technologien erstens unaufhaltsam und zweitens Träger unvermutet positiver Eigenschaften seien, half ihnen dabei, eine „natürliche“ Deutungshoheit für sich abzuleiten und beliebige emanzipatorische Lieblingsideen als unabwendbar zu postulieren. Dabei brauchte man sich nur den hoch im Kurs stehenden „Techno-Philosophen“ anzuschließen, die  sich von den entstehenden „telematischen Netzen“ nur das Beste erwarteten.

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Das Europäische Film- und Fernsehjahr 1988, das Königreich Moldawien, und die Entstehung des VIDEOLABYRINTH

MOLDAVIA, ein Ort aus dem Denver Clan
Alexis Carrington mit Michael, Prinz von Moldawien

1988: Die US-Fernsehserien „Dallas“ und „Denver-Clan“ standen im Zenit ihrer Beliebtheit und wurden wöchentlich im ersten Programm des deutschen Fernsehens gesendet und von aufstrebenden jungen Kulturkritikern ernsthaft analysiertDie Wende war noch vollkommen unvorhersehbar, Moldawien ein fiktives Königreich aus dem Denver-Clan, und statt vom Internet sprach man von „telematischen Netzen“, die es in Zukunft bald geben würde…

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